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Perlen-Schmuckstücke

Als die Tränen der Götter wurden Perlen in der persischen Mythologie bezeichnet. In Indien verheissen Perlen unsagbaren Reichtum und im Europa des Mittelalters symbolisierte die Perle die Liebe zu Gott.

Unzählige Geschichten und Mythen ranken sich um das Naturprodukt, das in Salz- und Süsswassermuscheln entsteht. Seit dem Mittelalter werden Perlen von allen Mitgliedern der Königshäuser getragen. Stilikonen wie Maria Callas, Audrey Hepburn, Coco Chanel, Jacqueline Kennedy und Lady Diana haben dazu beigetragen, dass Perlen bis heute hoch begehrt und "En Vogue" sind.

Gleich ob als Ohrring oder Kette, der Glanz von Perlen verleiht der Trägerin eine ganz besonders elegante Ausstrahlung. Es bedarf grossem Geschick und Können, Perlen als Schmuckstück zu fassen. Um Perlen auf Ketten aufzuziehen oder den Verschluss zu befestigen, muss die Perle angebohrt werden, was sehr vorsichtig und behutsam geschehen muss, um Beschädigungen zu vermeiden. Ein besonderer Blickfang sind auch Perlen-Schmuckstücke in Kombination mit Diamanten, die wir auch immer wieder im Sortiment haben. Werfen Sie einen Blick auf unsere Kollektion und lassen Sie sich inspirieren!

Die Entstehung von Perlen

Perlen bilden sich in der Natur nur sehr selten und durch nicht genau geklärte Umstände. Man vermutet jedoch, dass durch Parasiten oder Verletzungen Zysten im Mantelgewebe der Muschel gebildet werden, an denen sich Schicht für Schicht Calciumcarbonat, das Baumaterial der Muschelschale, ablagert. Nach ungefähr fünf Jahren entsteht dadurch eine Perle im Inneren der Muschel. 

Aufgrund der Seltenheit und des äussert hohen Preises von Naturperlen, werden für die Schmuckverarbeitung hauptsächlich Kulturperlen verwendet. Kulturperlen - oder auch Zuchtperlen genannt - entstehen, indem ein Transplantat, bestehend aus dem Mantelgewebe einer Spendermuschel, in eine Empfängermuschel eingepflanzt wird. Wie beim natürlichen Prozess beginnt die Muschel, schichtweise Calciumcarbonat am Fremdkörper abzulagern, wodurch nach mehreren Jahren eine Perle gebildet wird.

Südsee-Perlen

Zu den teuersten und berühmtesten Salzwasser-Perlen zählen die Südsee-Perlen. Sie stammen aus der Perlmuschel Pinctada Maxima und werden hauptsächlich in den Gewässern Indonesiens, Australiens und der Philippinen gezüchtet. Die Perlenart begeistert durch ihre weissen, silberfarbenen und goldfarbenen Perlen, die zwischen zwei und sechs Jahren brauchen bis sie die endgültige Grösse von 10 - 16 Millimeter im Durchmesser erreicht haben. Seltener aber nicht unüblich sind auch Perlengrössen, die einen Durchmesser von 20 Millimetern erreichen. Vor allem die weisse Perlen, die farblich sehr gut zu hellen Hauttönen passen, sind sehr beliebt. Die Muschel kann mehrmals zur Perlenzucht verwendet werden, wonach sie oftmals wieder in die Freiheit entlassen wird, um die Gene an spätere Generationen weitergeben zu können.

Tahiti-Perlen

Namensvetter der Tahiti-Perle ist die gleichnamige tropische Insel in Französisch-Polynesien, wo auch die Perle kultiviert wird. Diese Perlenart entsteht in der Perlmuschel Pinctada Margaritifera und ist in Europa erst seit 1845 bekannt. Grundfarben der Tahiti-Perlen sind grau, schwarz und silberfarben. Daneben bildet die Muschel aber auch Perlen in den sogenannten Orient-Farben, die von Blau über Dunkelgrün (fly wing genannt), Pink, Aubergine und Purpur reicht. Die seltensten und damit wertvollste Farbvarianten sind Grün-Pink-Kombinationen und Purpur, die man als Peacock (Pfau) bezeichnet. Die Perlen wachsen meist vier bis fünf Jahre und zählen mit 10 - 16 Millimeter im Durchmesser zu den grössten Perlen. Wie bei den Südsee-Perlen werden die Muscheln nach der Zucht meist wieder in die Freiheit entlassen. Bekannt wurden die Tahiti-Perlen in der westlichen Welt durch Kaiserin Eugenie, Ehefrau Napoleons III.

Der Wert einer Perle

Ausschlaggebend für den Wert einer Perle sind folgende Kriterien:

Form - Es gibt runde, ovale, tropfenförmige und geringte Perlen. Am begehrtesten sind perfekt kugelförmige Perlen.

Grösse - Die Grösse von Zuchtperlen wird entweder in Karat oder Momme und die von Naturperlen in Korn angegeben. Südsee- und Tahiti-Perlen sind mit Abstand die grössten Perlentypen.

Lüster - Als Lüster bezeichnet man den Glanz der Perlenoberfläche, der durch die Lichtbrechung hervorgerufen wird. Je mehr die Oberfläche glänzt, desto wertvoller ist die Perle.

Oberflächenqualität - Die Oberfläche steht im Zusammenhang mit dem Lüster. Sie sollte gleichmässig und eben sein.

Farbe - Die Farbe der Perle ist abhängig von der Muschelart. Die Farbe sollte auf alle Fälle natürlich sein, denn die Perle verliert an Wert, wenn sie eingefärbt wurde.

Perlentyp - Der Typ der Perle ist wie die Farbe abhängig von der Muschelart. Südsee- und Tahiteperlen erzielen die höchsten Werte.

Stärke des Perlmutts - Die Dicke und Qualität der Perlmuttschichten bestimmen die Lebensdauer und somit den Wert der Perle.

Bohrung - Die Bohrlöcher müssen unbedingt mittig sein und es dürfen keine Beschädigungen am Perlmutt auftreten.

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